Mit dem Evangelisten Markus unterwegs zur Firmung

Die 145 Firmlinge des Pfarrverbandes Waging beschäftigen sich zur Vorbereitung auf die Firmung in Kleinen Gruppen (6 - 8 Firmlinge und ein oder zwei erwachsene Firmbegleiter) mit dem Markusevangelium. Es ist das älteste und damit ursprünglichste Evangelium und eignet sich vom Umfang her am besten, weil der Evangelist seine Darstellung ganz auf die Bedeutung der Figur Jesus für alle, die ihm nachfolgen wollen, ausgerichtet hat. 
Voraussetzung ist natürlich die Lektüre des Evangeliums, allein und gemeinsam mit den anderen Firmbewerbern, wobei die gemeinsamen Lesungen auch in wechselnder Umgebung stattfinden sollten, zum Beispiel auf einer Wanderung. Der meditative Aspekt der Beschäftigung mit der Botschaft Jesu wird ebenfalls bedacht. So ist jeder Stunde ein Mandala zum Ausmalen (zum Beispiel bei meditativer Musik) beigegeben, während einer der Teilnehmer vorliest. Der Lesung des Evangeliums ist auf 7 Treffen einegteilt und für diese gilt immer: ein Gebet, eine Textpassage, ein kleiner Fragenkatalog zur Reflexion und Interpretation des Markusevangeliums und das Führen eines Tagebuches. Jede Stunde ist dabei einem anderen Thema ("Öffne Dich!", "Glaube!", "Tu was!") gewidmet.

Nach der Hälfte des Kurses feiert jede Grueppe für sich einen Gottesdienst, den sie selbst gestaltet. Es können sich dazu auch zwei oder drei Gruppen zusammen tun. Es schliesst sich eine Agapefeier mit einfachem Essen an, das gemeinsam vorbereitet wird. (Beispiele und Fotos dazu) Dieser "Zeit der Mitte" folgen noch einmal vier Stunden bis zur Firmung. Ergänzend können unsere Firmlinge auch ein soziales Projekt in Angriff nehmen, etwa die Gestaltung eines Altennachmittags, Hilfe im Kindergarten oder Mithilfe bei der Altpapier- und Gebrauchtkleidersammlung.

Ziel der intensiven Konzentration auf das Markusevangelium ist, dass die Firmanden sich mit der person Jesu auseinandersetzen. Zudem werden die Grundlagen des menschlich-christlichen Umgangs miteinander, Sorgen, Ängste und Hoffnungen thematisiert. Die sozialen Projekte wollen vom Reden zum Tun und zur Erfahrung führen.

Die Lieblingsgedanken unserer Firmlinge im Markusevangelium

  • Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. (Sarah Ostermaier)
  • Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? (Marianne Warislohner)
  • Denn es gelangt ja nicht in das Herz, sondern in den Magen. (Robert Babinger)
  • Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. (Mk1,12) Gefällt mir weil so etwas nur sonst keiner machen würde.
    "Wenn ich auch nur sein Gewand berühre werde ich geheilt". (Mk5,28) Gefällt mir, denn der eigene Glaube versetzt Berge. (Stefan Greisberger)
  •  Jesus nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten. (Markus 6,41-6,44)
    Es ist mein Lieblingsabsatz weil, er aus so wenig Essen so viele Leute versorgt hat und er erbahmen mit ihnen hatte, obwohl er allein mit den Jüngern sein wollte. (Regina Greisberger)
  •  "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Keht um und glaubt an das Evangelium!"
    (Trattler Julia)
  • Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. Mk 3, 35 (Sarah Ostermaier)
  • "Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein." (Leonie Kaindl)
  • "Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben, als Lösegeld für viele." (Antonia)
  • „Nichts was in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen heraus kommt, das macht ihn unrein. Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz. Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken.“ (Mk 7 15-20) (Larissa Schmid)
  • Da trat er zu ihr, fasste sie bei der Hand und richtete sie auf; und das Fieber verließ sie und sie diente ihnen (Rebecca Thaller)
  • Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt , wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Die Bibelstelle gefällt mir, weil Jesus den Kindern auch Rechte gibt, die die Erwachsenen nicht haben. Mk 10, 14+15 (Stella Kiechle)
  • Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen." (Michael Grafetstetter)
  • Als Jesus ihren Glauben sah,sagte er zu dem Gelähmten:Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben (Manuel Weiß)
  • Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; dies Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. (Franziska Reichert)
  • Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: "Talita kum!", das heißt übersetzt: "Mädchen, ich sage dir steh auf!" Dieser Satz gefällt mir weil es toll wäre wenn man so Menschen heilen kann, einfach die Hand darüber legen und er wäre geheilt. (Jessica Dufter)
  • Mein Lieblingssatz ist, als Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen 5 000 Menschen satt machte. (Theresa Helminger)
  • Alles, worum ihr betet und bittet-glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. (Tobias Lechner)
  • Nicht, was von außen in den Menschen hinein kommt , kann ihn unrein machen, sondern was aus den Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. (Josef Mühlbacher)
  • Nicht, was von außen in den Menschen hineinkommt , kann ihn unrein machen, sondern was aus den Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. (Markus Hasenknopf)
  • Nicht, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus den Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. (Andreas Anfang)
  • Alles, worum ihr betet und bittet-glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. (Nikolaus Lankes)
  • Ihr müsst Glauben an Gott haben. Amen, das sage ich euch: Wenn jemand zu diesen Berg sagt : Heb dich empor und stürz dich ins Meer dann wird es geschehen. (Jakob Notbichler)
  • Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das nacht ihn unrein. Mk 7.15 (Christian Fenninger)
  • Da erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus: "Rabbi, sieh doch, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt." (Manuel Schwertfirm)
  • Als Jesus das merkte, wurde er zornig: "Last die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück, denn für Menschen wie sie ist Gottes neue Welt bestimmt." Mk 10,14 (Elisabeth Wengler)
  • Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Mk 4, 26f. (Nina Babl)
  • ,,Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte:,, Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Markus 9,38 - 9,40 (Sophia Thaller)
  • "Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein." (Mk 7,15) (Hanna Lampersperger)
  • Er nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: ... (Anna Gebhard)
  • Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. (Sabrina Weidinger)
  • Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
    (Sandra Glaner)
  • Jesus sagte zu ihr: "Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein."  (Christina Braxenthaler)
  • Jesus sprach zu ihnen: „Folget mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen!“
    (Michelle Eisenmann)
  • Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte und sagte zu ihm: "Du bist nicht fern vom Reich Gottes." Und keiner wagte es, Jesus eine Frage zu stellen. (Magdalena Schmid)

Vielen Firmlingen gefiel auch ein interpretierender Satz zum 3. bis 5. Kapitel aus dem Begleitbuch "Was zählt." am Anfang des 3. Kapitels:
Wer sein Leben einfach ablebt, es hinter sich bringt, ohne viel zu fragen oder nach Antworten zu suchen, dem geht das eigntliche Leben ab. Auch wenn es nicht immer klare Antworten gibt, so lohnt es sich dennoch zu fragen. Das Leben ist äußerst vielfältig, und doch so einfach, eine bunte, aber runde Sache.
         
(Steffi Tanner, Laura Mayer, Sofia Erlacher, Laura Schaefer, Sina-Maria Reiter, Hanja Eckert)