Sternwallfahrt und Pfarrfest in Otting am Sonntag, den 22. April
Zum 8. Mal gibt es diese Jahr die Ottinger Sternwallfahrt. Aus allen Pfarrdörfern und Weilern machen sich Gruppen auf um zur Pfarrkirche zu pilgern. Auf dem Weg gibt es 3 Gebets- und Nachdenkstationen, es ist aber auch viel Zeit zum Ratschen beim gemeinsamen Kirchgang. Um 10.30 Uhr feiern dann alle gemeinsam den Gottesdienst in der Ottinger Pfarrkirche, die Jung-Otinger werden den Gottesdienst musikalisch mitgestalten.
Nach der Wallfahrt gibt es die gewohnt gute Bewirtung im Pfarrstadl und ein buntes Programm für Jung und Alt.
Die einzelnen Gruppen treffen sich um 9.00 Uhr in Hochreit beim Hansenhof; in Holzhausen an der Kapelle ebenfalls um 9.00 Uhr; in Kirchhalling bei der Kirche um 9.00 Uhr und in Tettenberg an der Kreuzung Eibl um 9.30 Uhr. In Otting wird ausgehend von der Plosauer Kapelle um 9.30 Uhr ein Rundweg gegangen.

Ein Bild von der Sternwallfahrt 2009. Im Hintergrund die Ottinger Pfarrkirche.
Pfarrversammlung am Palmsonntag
Die „Neuen“ sind offenbar angekommen
Nachdem die Ottinger Pfarrversammlung letztes Jahr ganz im Zeichen des Abschieds gestanden war, hieß Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Stöger diesmal im fast vollbesetzen Oberwirts-Saal vor allem die „Neuen“ im Pfarrverband willkommen, das Seelsorgsteam mit Pfarrer Andreas Ager, Pastoralreferent Georg Ziegltrum und Gemeindereferent Martin Riedl.
Dabei sind sie gar so nicht mehr so neu. Riedl - der sich schlicht mit „I bin da Martin“ und mit einem Witz vorstellte - meinte, es habe ihn anfangs ziemlich „derbröselt“, weil er zunächst so gut wie allein war: „Von September bis Mitte Januar hatte ich kein freies Wochenende.“ Er sei aber im Pfarrverband sehr gut angekommen, meinte er. Gleiches sagte Ziegltrum, der im Dezember seinen Dienst angetreten hatte: Er sei beeindruckt, wie gut er aufgenommen worden sei. Er nahm auch kurz Stellung zu seinen gesundheitlichen Problemen: Nach seinem schweren Autounfall am 21. Januar 2010 sei er „fast zwei Jahre draußen“ gewesen. Am 22. Mai müsse er noch einmal operiert werden: „Da wird sich zeigen, was rauskommt.“ Pfarrer Ager meinte, die Zusammenarbeit sei sehr erfreulich. Ziegltrum sei für Otting der unmittelbare Ansprechpartner, Riedl hauptsächlich für die Jugend zuständig, „und ich bin als Priester tätig. Das haut ganz gut hin, so wie ich das seh‘“.
Einige der Vereine oder Organisationen in der Pfarrei berichteten von ihrer Arbeit. So lud Hans Zahnbrecher von der Marianischen Männerkongregation zur traditionellen Maiandacht und zur Wallfahrt im nächsten Jahr ein. Doren Maierhofer informierte, dass die Eltern-Kind-Gruppe von 17 jungen Familien mit 19 Kindern wahrgenommen werde, wobei den Kindern Vielfältiges angeboten werde. Ab Herbst seien wieder Plätze frei. Über den Jugendtreff, der immer sonntags von 19 bis 21 Uhr offen ist, berichteten Magdalena Schmid und Johanna Maier-Fenninger: Chillen Entspannen, Musik hören und Ratschen und Spiele spielen – das können hier die Besucher. Zuletzt seien aber auch Osterkerzen gebastelt und verkauft worden, die dafür eingenommen Spenden werden für einen neuen Anstrich des Raums verwendet.
Kirchenpfleger Albert Weiß ging ein auf die bevorstehende Sanierung des Kirchturms in Tettelham ein. Das Ordinariat habe einen Zuschuss in Höhe der Hälfte der Sanierungskosten bewilligt, auch die Gemeinde habe eine Beteiligung zugesagt. Allerdings gebe es noch keine Klarheit über die Art der Sanierung. Anfang Mai werde dazu noch ein Ortstermin stattfinden. Viele Spenden seien dafür bereits eingegangen, aber da die Maßnahme nicht ganz klein sei, wäre man für weitere dankbar, sagte Weiß. Zum Schluss verwies er noch auf die im November stattfindenden Kirchenverwaltungswahlen, für die Kandidaten gesucht würden.
Vom Pfarrgemeinderat berichtete Agnes Klammer. Viel Zeit sei für die Gestaltung von Festen und Feiern aufgewandt worden: etwa zum Abschied von Pfarrer Markus Moderegger, von Peter Förg und Marianne Aicher oder bei der Installierung von Pfarrer Ager. Beteiligt war der Pfarrgemeinderat auch – unter anderem mit gastronomischen Aufgaben - am Benefizkonzert von Vreni Zaiser in Tettelham, am Stadl-Kirtag, an der Sternwallfahrt nach Surberg, an zwei Bildungsabenden, bei Rorategottesdiensten, der geistlichen Abendmusik mit dem Kirchenchor oder bei der Feier für die Ehejubilare mit Stehempfang. Themen im Pfarrgemeinderat waren unter anderem die Beerdigung von Nichtkatholiken, der Gräberumgang, die Gestaltung von Gottesdiensten, die Fahrt nach Franken und die Sternwallfahrt. Besonderer Dank galt auch dem Pfarrbriefteam, dabei in erster Linie Schriftführerin Elisabeth Rambichler. Als „Trauerspiel“ beklagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Stöger die außerordentlich geringe Beteiligung an der Sternwallfahrt zum 200-jährigen Bestehen der Pfarrei Surberg. Zum Kindergarten gab Pastoralreferent Ziegltrum noch die gute Nachricht weiter, dass nach einer gewissen „Zitterpartie“ ausreichend Buchungen eingegangen seien, so dass die Stundenzahlen der Mitarbeiterinnen gehalten werden können.
Wie immer gab es auch eine Reihe von Ehrungen: für zehn Jahre Helmut Pletschacher (Mesner in Kirchhalling), Maria Poschner (Frauengemeinschaft und Pfarrgemeinderat), Elisabeth Rambichler (Pfarrgemeinderat) und Regina Thaler (Caritassammlerin), für 15 Jahre Christa Würnstl (Frauengemeinschaft, Caritassammlerin), für 20 Jahre Therese Ehinger (Kirchenwäsche und Bürohilfe), Claudia Förg (Gründerin Eltern-Kind-Gruppe, Frauengemeinschaft, Lektorin, Kommunionhelferin), Monika Putzhammer (Caritassammlerin, Stadlteam) und Monika Wimmer (Pfarrgemeinderat, Lektorin, Frauengemeinscahft, Kommunionhelferin, Stadl- und Eine-Welt-Team) sowie für 35 Jahre Helena Posch (Pfarrgemeinderat, Geburtstagsbesuche, Frauengemeinschaft).

Für langjährige Dienste geehrt:
Von links Elisabeth Rambichler, Monika Putzhammer Pfarrer Andreas Ager, Christa Würnstl, Regina Thaler, Helmut Pletschacher, Claudia Förg, Monika Wimmer, Helena Posch und Vorsitzender Manfred Stöger.
Foto: Hans Eder
Heinrich Thaler brachte zum Schluss noch den Vorschlag, Außenlautsprecher an der Kirche anzubringen. Der Beifall zeigte, dass dies von mehr Leuten als gute Einrichtung angesehen würde. Eine weitere Anregung ging dahin, den Gräberumgang an Allerheiligen gleich nach Gottesdienst, nicht erst am Nachmittag zu machen. Darüber werde im Pfarrgemeinderat gesprochen, sagte Pfarrer Ager. Ein Thema war noch auch der Zeitpunkt von Taufen. Dazu gab Ager bekannt, dass es dafür drei mögliche Termine gebe: am Samstag um 11 und 14 Uhr oder auch beim Sonntagsgottesdienst um 8.30 Uhr. (Bericht: Hans Eder)
Humorige Zitate aus der Pfarrversammlung
„Bärig, dass fast jeder Besuch in Otting mit Humoristik verbunden ist“, meinte Pfarrer Andreas Ager bei seinem Grußwort in der Pfarrversammlung. Damit meinte er zahlreiche lustige Beiträge oder Anmerkungen der einzelnen Redner, vor allem auch des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Manfred Stöger.
Aber auch der Pfarrer selbst trug dazu bei. Zur Anmerkung, doch an der Kirche Außenlautsprecher anzubringen, erzählte er, in Franken gäb’s einen Pfarrer, der hat das ganze Dorf mit Lautsprechern beschallt. „Und dazu noch Kommunion auf Rädern“, ergänzte wie aus der Pistole geschossen der Pfarrgemeinderatsvorsitzende.
Für Heiterkeit sorgte auch Pastoralreferent Georg Ziegltrum. Er lobte die Ottinger Pfarrsekretärin Annemarie Fuchs über den Schellenkönig: „Sie sagt mir alles, was ich wissen will“, meinte Ziegltrum, „und auch noch mehr“. Eine Bemerkung, die - nach kurzer Denkpause - großen Lacherfolg hatte.
Magdalena Schmid und Johanna Maier-Fenninger berichteten über den Jugendtreff: Der Raum, so erzählten die beiden, „liegt neben den Förgs – die Familie des früheren Ottinger Pastoralreferenten - und dem Friedhof: Wir hoffen, dass wir bisher noch keinen von den zwei Nachbarn gestört haben.“ Die andere Seite gewiss nicht!
Interessant ist bei der Pfarrversammlung immer auch die Rätselfrage. Letztes Jahr war das Gesamtgewicht der drei Seelsorger zu erraten, heuer der maximale Durchmesser der Pfarrei Otting in Metern. Die Lösung: Von Voitswinkel im äußersten Süden bis Pasee im Norden sind es laut Internetmessung exakt 10685 Meter. Sieger war einer, der ziemlich in der Mitte zu tun hat: Helmut Pletschacher, der Mesner von Kirchhalling.
(Herzlichen Dank an Hans Eder, der uns die Artikel und das Foto der Pfarrversammlung zur Verfügung gestellt hat.)